Sprache auswählen

70 Jahre nach seiner Gründung wurde der Botanische Garten des Friaul in die Zuständigkeit des Friaulischen Museums für Naturgeschichte übertragen. Derzeit werden die verschiedenen Bereiche (Lebensräume) des Gartens eingerichtet, um sie vor allem für Schulen nutzbar zu machen. Die ersten bereits eingerichteten Lebensräume sind der stabile Rasen  und das Moormoor.

Die Funktionen des Friaulischen Botanischen Gartens sind:
- wissenschaftliche Verbreitung und Unterstützung der Schulen
- erhaltung seltener Arten ex situ
- wissenschaftliche Forschung.

Nicht weniger wichtig ist die Rolle dieser Struktur als Treffpunkt und Ort für kulturelle Aktivitäten im weiteren Sinne, wie Konferenzen, Musikkonzerte usw.

- DER STABILE RASEN

In der friaulischen Hochebene und in den Moränengebieten, die sich durch nährstoffarme Kiesböden auszeichnen, können sich magere Wiesen bilden, die eben Magredi genannt werden.  Man kann zwei grundlegende Typologien unterscheiden: die primitiven Magersüßer und die entwickelten.  Die frühen Magersüchtigen erscheinen als diskontinuierliches Grasland, in dem eine steppenartige Vegetation beobachtet wird. Fortgeschrittene Magermige oder stabile Wiesen hingegen zeichnen sich durch einen höheren Nährstoffgehalt im Boden und eine homogene, durchgehende Grasnarbe aus.  Sie gehören zu den artenreichsten friaulischen Lebensräumen und werden auch durch Mähen und Weiden erhalten.

Prato stabile
Torbiera

- DIE RESSOURCEN

Wo die obere Ebene auf die untere Ebene trifft, bildet sich ein Band von Quellen aufgrund von Variationen der Bodendurchlässigkeit, die den Aufstieg des Grundwassers begünstigen. Hier gibt es noch einige Feuchtgebiete von hohem Naturwert, die jedoch aufgrund der Trockenlegung, die sehr reich an seltenen Pflanzenarten ist, begrenzt sind. Die Vegetation dieser Feuchtgebiete variiert je nach ökologischen Bedingungen, die immer durch eine hohe Wasserverfügbarkeit gekennzeichnet sind. Sie gehen von den Moorgebieten dominiert vonSchoenus nigricans(Schwarze Binse), wo endemische Arten besonders hervorstechenArmeria helodes(Sumpfnadel) undErucastrum palustre(Erucastro friulano) gegenüber hygrophilen Kariceten in wässrigen Gebieten mitCarex elata(Hohe Karies) bis ins feuchte GraslandMolinia caerulea(Glattes Unkraut) und Hecken.

- DAS GETREIDEFELD MIT DEN ARCHÄOPHYTEN

Der Anbau von Einkorn-Dinkel (Triticum monococcum) ist ein Beispiel dafür, wie ein Getreidefeld in der Jungsteinzeit (vor etwa 7000 Jahren) aussehen sollte. Diese Pflanzen werden heute Archäophyten genannt, mit Bezug auf ihre alte Einführung in unser Gebiet aus dem Nahen Osten während der Ausbreitung der Landwirtschaft. Es handelte sich um extensive Kulturen, bei denen das Vorhandensein von "Unkrautpflanzen" konstant war.  Diese krautigen Pflanzen sind einjährig, mit einem ähnlichen Vegetationszyklus wie die Pflanzen und werden daher normalerweise jedes Jahr während der Neuaussaat ausgebracht. In unseren Lagern sind sie oft verschwunden, vor allem wegen des Einsatzes von Pestiziden. Man kann zum Beispiel Centaureacyanus(Kornblume) undAgrostemma githago(Gemeinsamer Gitterwerk) sehen.

Farro campo cereali

Via Cecilia Gradenigo Sabbadini
22-32, 33100 Udine
So erreichen Sie das Museum

0432 1273211
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.